Freedom and
Security
Women Summit

9. November 2026Deutscher Bundestag · Berlin

Frauen in autoritären Staaten sind staatlicher Repression und geschlechtsspezifischer Verfolgung ausgesetzt. Gleichzeitig sind sie zentrale Akteurinnen im demokratischen Widerstand.

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SED-Opferbeauftragte, My Stealthy Freedom, Frauen für Freiheit und Axel Springer Freedom Foundation

Freiheit
ist unsere Sache.

Frauen in autoritären Staaten sind doppelter Bedrohung ausgesetzt: staatlicher Repression und geschlechtsspezifischer Verfolgung.

Gleichzeitig sind sie zentrale Akteurinnen im demokratischen Widerstand — in Iran, Afghanistan, Belarus, Venezuela, Kuba, Tibet, der Ukraine und anderswo. Der Freedom and Security Women Summit bringt ihre Stimmen in den Deutschen Bundestag und verbindet sie mit deutschen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie internationalen Expertinnen und Experten. Gemeinsam entwickeln sie konkrete politische Empfehlungen.

Ein Summit mit
Impact.

Von politischen Empfehlungen bis zum öffentlichen Dialog: Gemeinsam machen wir Stimmen hörbar und entwickeln Antworten.

TEIL I12:30 — 16:10 Uhr

Fachkonferenz

Policy-Vorschläge für deutsche und europäische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.

01Frauen in DiktaturenRepression verstehen, politisch handeln+

Dieser Workshop beleuchtet die systematische Verfolgung von Frauen in autoritären Regimen und ordnet diese in außen- und sicherheitspolitische Zusammenhänge ein. Im Zentrum stehen Erfahrungsberichte Betroffener sowie analytische Perspektiven auf geschlechtsspezifische Repressionsmechanismen — politische Inhaftierung, gezielte Unterdrückung und sexualisierte Gewalt als bewusst eingesetztes Instrument staatlicher Machtausübung. Darauf aufbauend werden Implikationen für die deutsche Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit diskutiert.

Referentinnen und Referenten: Betroffene, Menschenrechtsexpertinnen und -experten, Abgeordnete
02Widerstandsnetzwerke, Exil und politische ForderungenVon digitalem Aktivismus bis zu militärischen Interventionen+

Von digitalem Aktivismus bis zu militärischen Interventionen geben Oppositionelle im Exil aus Afghanistan und der Ukraine sowie Expertinnen und Experten Einblicke in ihre Arbeit. Gemeinsam entwickeln wir Forderungen zu geopolitischen Fragen sowie zum Schutz und zur Stärkung von Frauen im Widerstand.

Referentinnen und Referenten: Exiloppositionelle, NGO-Vertreterinnen und -Vertreter, Abgeordnete
03Frauenrechte als SicherheitsfaktorDemokratische Stabilität und politische Handlungsoptionen+

Frauenrechte sind ein wichtiger Indikator für demokratische Stabilität. Wir untersuchen, wie Einschränkungen als Frühwarnsignal für autoritären Wandel dienen können und welche Auswirkungen frühere politische Ansätze hatten. Außerdem entwickeln wir politische Handlungsoptionen für die Außenpolitik auf nationaler und EU-Ebene.

Referentinnen und Referenten: Sicherheitsexpertinnen und -experten, EU-Politikerinnen, Autokratieforscherinnen und -forscher
TEIL II16:10 — 16:30 Uhr

Award for Courage 2026

Axel Springer Freedom Foundation honors Dr. Rahile Dawut

Der Award for Courage zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich in besonderem Maße – und oft unter Einsatz der eigenen Sicherheit – für Demokratie und Freiheit in ihren Heimatländern verdient gemacht haben. Für die Auswahl ist unser hochkarätig besetzter Beirat verantwortlich. Der Preis steht in der Tradition von Axel Springer, für den das unbedingte Engagement für die Freiheit und all jene, die diese verteidigen, stets Kernanliegen und Leitmotiv seines Handelns gewesen ist. Dank unseren Partnern von der Postcode Lotterie ist der Preis mit 50.000 Euro dotiert.

TEIL III17:15 — 19:00 Uhr

Abschlusspanel

„Frauen im Kampf für Demokratie – mutig und verletzlich zugleich“

Begrüßung: durch die SED-Opferbeauftragte, Evelyn Zupke
Gemeinsame deutsch-französische Rede: von Julia Klöckner, Präsidentin des Deutschen Bundestages, und Yaël Braun-Pivet, Präsidentin der Assemblée Nationale
Panel-Diskussion: Schülerinnen und Schüler diskutieren mit Sviatlana Tsikhanouskaya (Belarus), Masih Alinejad (Iran), Julia Klöckner, Präsidentin des Deutschen Bundestages, und Yaël Braun-Pivet, Präsidentin der Assemblée Nationale.

Speakers

Weitere Speakerinnen und Speaker werden in Kürze angekündigt.

Julia KlöcknerFotocredit: Tobias Koch
Präsidentin des Deutschen Bundestages

Julia Klöckner

Yaël Braun-Pivet
Präsidentin der Assemblée Nationale

Yaël Braun-Pivet

Evelyn ZupkeFotocredit: © Deutscher Bundestag / Inga Haar
Speaker

Evelyn Zupke

Geboren am 28. Februar 1962 in Binz auf Rügen, ist Evelyn Zupke Heilerzieherin und Fachberaterin für Psychotraumatologie. Seit dem 17. Juni 2021 ist sie SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag. Mit dem Übergang in die Erweiterte Oberschule entwickelte sie zunehmend eine regimekritische Grundhaltung und wollte die von ihr in der DDR erlebte Diskrepanz zwischen Propaganda und Realität nicht mehr hinnehmen. In der Schule kritisierte sie die Ungleichbehandlung von Mitschülerinnen und Mitschülern und verließ mit 18 Jahren die FDJ. Wegen ihrer unerwünschten Unangepasstheit, so wurde ihr gesagt, brauche sie sich für ein Studium gar nicht erst zu bewerben. Auch im Berufsleben übte Zupke immer wieder im Kleinen Widerspruch und wandte sich ab 1984 der kirchlichen Arbeit zu. Nach ihrem Umzug nach Ost-Berlin trat sie 1987 mit dem „Weißenseer Friedenskreis“, einer oppositionellen Gruppe der DDR, in Kontakt, die ihr weiteres Engagement entscheidend prägte. Zusammen mit Mario Schatta und Frank Pfeifer war sie 1989 maßgeblich an der Organisation und Durchführung des Nachweises der Wahlfälschung bei den Kommunalwahlen der DDR am 7. Mai beteiligt. Gemeinsam mit der Umwelt-Bibliothek druckte sie Flugblätter und rief nach der manipulierten Wahl zu monatlichen öffentlichen Protestaktionen („Nie genug vom Wahlbetrug“) auf, unter anderem auf dem Berliner Alexanderplatz. Diese Kundgebungen hatten brutale Gegenmaßnahmen der Staatssicherheit zur Folge. Zupke wurde regelmäßig vor Beginn der Demonstrationen vom MfS verhört. 1989 und 1990 arbeitete die Bürgerrechtlerin am Runden Tisch mit und half bei der Organisation der Mahnwache in der Gethsemanekirche.

Masih Alinejad
Speaker

Masih Alinejad

Masih Alinejad ist eine iranisch-amerikanische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin und zählt zu den prominentesten Stimmen für Frauenrechte und demokratische Freiheit im Iran. Sie gründete „My Stealthy Freedom“, eine Kampagne gegen die Hijab-Pflicht, die zur größten Bewegung zivilen Ungehorsams in der Geschichte der Islamischen Republik wurde. Außerdem gründete sie den World Liberty Congress, „United Against Gender Apartheid“ und „United for Navid“, eine internationale Sportkampagne gegen die Hinrichtung von Navid Afkari.

Rosa María Payá Acevedo
Speaker

Rosa María Payá Acevedo

Rosa María Payá Acevedo ist Gründerin und Leiterin der Bewegung „Cuba Decide“, einer Bürgerinitiative für einen systemischen Wandel in Kuba. Sie ist Geschäftsführerin der Stiftung für panamerikanische Demokratie, Menschenrechtsaktivistin und Expertin für lateinamerikanische Politik. Durch das „Freedom Accord“ hat sie eine beispiellose Zusammenarbeit zwischen den demokratischen Kräften in Kuba und in der gesamten Hemisphäre aufgebaut. Unter ihrer Führung vereinte das Lateinamerikanische Netzwerk der Jugend für Demokratie – dessen Ehrenpräsidentin sie ist – über 100 Organisationen aus 20 Ländern. Sie gründete das Transatlantische Parlamentarische Forum und schmiedete dabei legislative Allianzen, um die Menschenrechte auf der globalen Bühne voranzubringen. Ihre Arbeit hat Initiativen mit der OAS geprägt und Maßnahmen vor dem US-Kongress und der Exekutive, den Vereinten Nationen sowie dem Europäischen Parlament vorangetrieben. Sie wurde von den OAS-Mitgliedstaaten für die Amtszeit 2026–2029 zur Kommissarin der Interamerikanischen Menschenrechtskommission gewählt, dem einzigen hemisphärischen Gremium, das mit der Förderung und dem Schutz der Menschenrechte in Amerika betraut ist. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Physik von der Universität Havanna und einen Master-Abschluss in Public Administration mit Schwerpunkt „Global Leadership“ von der Columbia University. Ihre Vordenkerrolle hat ihr internationale Anerkennung eingebracht und wurde in der „Washington Post“, der „New York Times“, bei Fox News, CNN und anderen großen internationalen Medien berichtet.

Tamara Cofman Wittes
Speaker

Tamara Cofman Wittes

2024 wurde Tamara Cofman Wittes die vierte Präsidentin des NDI. Bevor sie zum Institut kam, war sie als Direktorin für Auslandshilfe im US-Außenministerium tätig. Zuvor leitete sie im Sanktionskoordinierungsbüro des Außenministeriums die Maßnahmen im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen Russland.

Anna Veronika Wendland
Speaker

Anna Vero Wendland

Anna Veronika Wendland ist Historikerin mit Schwerpunkt auf Osteuropa und Technikgeschichte sowie Expertin für Fragen der Sicherheit, Technologie und des gesellschaftlichen Wandels. Nach ihrer Promotion in Köln habilitierte sie sich in Marburg zur vergleichenden Geschichte der nuklearen Sicherheit, wo sie heute Neuere und Neueste Geschichte lehrt. In ihrer Forschung verbindet sie Ukrainestudien mit Wissenschafts-, Technik- und Gesellschaftsforschung. Sie ist Co-Sprecherin von GenDem, einem Verbundforschungsprojekt zu den Verflechtungen des Antifeminismus in Europa und darüber hinaus.

Almut Ilsen
Speaker

Almut Ilsen

1950 in Jena geboren, studierte Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1976 bis 2016 war sie Fachreferentin für Naturwissenschaften an der Staatsbibliothek Ost-Berlin und der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. 1983 schloss sie ein postgraduales Studium der Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin ab. 1982 war sie Mitbegründerin der Oppositionsgruppe „Frauen für den Frieden“, 1989 Mitbegründerin des Ostberliner Frauenzentrums EWA. Seit 2000 ist sie auch als Fotografin tätig. Sie hat zwei Kinder und drei Enkeltöchter.

Hannah Neumann
Speaker

Hannah Neumann

Autoritäre Regime wissen, dass Frauen, die sich organisieren, ihre Stimme erheben und ihre Rechte einfordern, ihren Machtanspruch infrage stellen. Deshalb richtet sich die Unterdrückung so oft gegen ihren Körper, ihre Stimme und ihren Platz im öffentlichen Leben. Die Verteidigung der Frauenrechte ist keine „weiche“ Außenpolitik. Sie ist Teil der Verteidigung von Freiheit, Demokratie und Sicherheit. Europas Reaktion darf sich daher nicht auf Solidarität beschränken. Die Frauenrechte müssen unser Denken und Handeln in der Außen- und Sicherheitspolitik prägen.

Rushan Abbas
Speaker

Rushan Abbas

Rushan Abbas ist eine führende internationale Fürsprecherin für die Rechte der Uiguren. Seit der ungerechtfertigten Inhaftierung ihrer Schwester, Dr. Gulshan Abbas, vor acht Jahren als Vergeltung für Rushans Engagement in den Vereinigten Staaten ist sie eine prominente Stimme, die Pekings Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Bedrohungen für Freiheit und Demokratie weltweit anprangert. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Menschenrechtsarbeit gründete sie 2017 die Campaign for Uyghurs (CFU) und entwickelte sie zu einer führenden globalen Organisation, die sich für Rechenschaft und Gerechtigkeit für die Uiguren einsetzt. Unter ihrer Leitung hat Campaign for Uyghurs einflussreiche internationale Initiativen gestartet und wurde zweimal für den Friedensnobelpreis nominiert. Rushan erhielt den Women’s eNews 21 Leaders for the 21st Century Award (2026), den NED Democracy Award (2025), den Huntington Her Hero Lifetime Achievement Award (2024) und den Freedom Fighter Award (2019). Sie ist Vorsitzende des Exekutivkomitees des World Uyghur Congress und Vorsitzende des Beirats der Axel Springer Freedom Foundation. Außerdem ist sie Autorin von Unbroken: One Uyghur’s Fight for Freedom.

Danielle Haas
Speaker

Danielle Haas

Danielle Haas ist Geschäftsführerin von EiGHT, einer von Insidern geführten gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Genf, die sich für unabhängige Prüfung und Rechenschaftspflicht im Menschenrechts- und humanitären Sektor einsetzt. Sie war knapp 14 Jahre als leitende Redakteurin bei Human Rights Watch tätig und arbeitete acht Jahre als in Jerusalem stationierte Auslandskorrespondentin, unter anderem für Reuters und die San Francisco Chronicle. Sie berichtete aus Israel, dem Westjordanland, Gaza, Jordanien und dem Irak. Haas lehrte an der Columbia Journalism School und schreibt über institutionelle Rechenschaftspflicht und Forschungsintegrität. Sie studierte an den Universitäten Oxford und Columbia.

Shukriya Bradost
Speaker

Shukriya Bradost

Shukriya Bradost ist Affiliate Faculty an der Jimmy and Rosalynn Carter School for Peace and Conflict Resolution der George Mason University, Doktorandin der Internationalen Beziehungen an der Virginia Tech und Associate Fellow am Middle East Institute. Sie ist Analystin für Außenpolitik und internationale Sicherheit mit Schwerpunkt auf Iran, nichtstaatlichen Akteuren, moderner Kriegsführung und der Sicherheit im Nahen Osten. Als Juristin und Journalistin bringt sie mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung in regionalen Angelegenheiten mit. Ihre Forschung befasst sich mit Versicherheitlichung, politischer Identität und den Beziehungen zwischen Staat und Minderheiten. Für internationale Medien kommentiert sie regelmäßig Fragen der internationalen Sicherheit und des Nahen Ostens.

Dr. Kateryna Rietz-Rakul
Speaker

Dr. Kateryna Rietz-Rakul

Dr. Kateryna Rietz-Rakul studierte Anglistik und Amerikanistik in Lwiw und Berlin und promovierte anschließend in zeitgenössischer Literatur. Sie arbeitete als Dolmetscherin, Übersetzerin, Autorin und Kulturmanagerin in Berlin. Sie schrieb für zahlreiche internationale Kunstmagazine und veröffentlichte mehrere Bücher, darunter einen Stadtführer über die Berliner Kulturszene, Berlin Contemporary Art. Als Kulturmanagerin ist sie Mitbegründerin von KUL’TURA e.V., das die internationale Zusammenarbeit zwischen Kreativen aus der Ukraine und anderen Ländern fördert.

Shila Behjat
Speaker

Shila Behjat

Shila Behjat ist Journalistin und Juristin mit deutschiranischen Wurzeln. In ihren Büchern diskutiert sie Fragen von Gerechtigkeit und Demokratie. 2025 erschien „Frauen und Revolution“ über weiblich geführte Widerstandsbewegungen. 2024 veröffentlichte sie „Söhne großziehen als Feministin“, das die Frage nach der Rolle von Männern im gegenwärtigen Diskurs stellt. Sie ist Moderatorin und Podcast-Host.

Major Philipp Wolf
Speaker

Major Philipp Wolf

Major Philipp Wolf ist derzeit Kompaniechef der 4./JgBtl 291 in Illkirch-Graffenstaden, Frankreich. Als Kavallerieoffizier setzte er 2026, 2018 und 2016 Truppen in Deutschland, Mali und Litauen ein und führte sie. Er war Zugführer, Nachrichtenoffizier, Kompaniechef-Stellvertreter, Adjutant und Stabschef in den USA, der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Polen.

Seien Sie
dabei.

Am 9. November 2026 kommen Stimmen aus aller Welt im Deutschen Bundestag zusammen, um über Freiheit, Sicherheit und politische Verantwortung zu sprechen.

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09NOVEMBER2026